Wirtschaftsrat mit CDU-Verbindungen fordert Anpassungen am GlüStV 2021 vor der Überprüfung 2026
Iris Berger · Jul 23, 2026

Wirtschaftsrat mit CDU-Verbindungen fordert Anpassungen am GlüStV 2021 vor der Überprüfung 2026

Ein Wirtschaftsrat mit enger Anbindung an die CDU hat einen detaillierten Reformvorschlag zum GlüStV 2021 vorgelegt und damit die Debatte über die zukünftige Ausgestaltung des deutschen Glücksspielmarktes neu entfacht, während die gesetzlich vorgeschriebene Überprüfung bis Ende 2026 näher rückt; im Juli 2026 stehen die Verhandlungen über mögliche Änderungen im Mittelpunkt der politischen Agenda, und Beobachter verfolgen die Entwicklungen genau.
Hintergrund der Initiative und zeitlicher Rahmen
Der Vorschlag kritisiert mehrere zentrale Elemente des bestehenden Staatsvertrags und betont die Notwendigkeit, vor der verpflichtenden Evaluation Anpassungen vorzunehmen, damit der regulierte Markt wettbewerbsfähiger gegenüber illegalen Angeboten wird; Experten aus Wirtschaftskreisen haben die Punkte zusammengestellt, während politische Akteure die Diskussion in den kommenden Monaten vorantreiben.
Kernpunkte der Kritik am aktuellen Regelwerk
Die 5,3-prozentige Abgabe auf Einsätze bei Online-Slots statt auf den Bruttospielertrag stellt laut dem Dokument eine erhebliche Belastung für legale Anbieter dar, und die Begrenzung auf maximal einen Euro pro Spin wird als zu restriktiv eingestuft, weil sie Spieler in den unregulierten Bereich treibt; zudem erschwert die fragmentierte Lizenzvergabe den Marktzugang und schafft bürokratische Hürden, die den legalen Sektor benachteiligen.
Beobachter notieren, dass diese Regelungen den illegalen Markt stärken, während legale Plattformen mit höheren Kosten und eingeschränkten Angeboten kämpfen, und der Wirtschaftsrat fordert daher eine Vereinfachung der Lizenzverfahren sowie eine stärkere Bekämpfung nicht lizenzierter Anbieter durch konsequentere Durchsetzungsmaßnahmen.

Forderungen nach ausgewogenen Regelungen und Forschung
Der Vorschlag betont die Bedeutung unabhängiger, kontinuierlicher Forschung, um fundierte Entscheidungen zu treffen, und ruft gleichzeitig dazu auf, neben dem Spielerschutz auch den Zugang für erwachsene Verbraucher stärker zu berücksichtigen; so sollen Regelungen geschaffen werden, die sowohl Schutzmechanismen als auch faire Marktbedingungen gewährleisten, während die Überprüfung bis Ende 2026 als entscheidendes Zeitfenster gilt.
Studien und Berichte von Forschungseinrichtungen zeigen, dass fragmentierte Strukturen den illegalen Markt begünstigen, und der Wirtschaftsrat schlägt daher vor, die Lizenzvergabe zu vereinfachen und Maßnahmen gegen unzulässige Plattformen zu intensivieren, um den regulierten Bereich zu stärken.
Auswirkungen auf den Markt und nächste Schritte
Im Juli 2026 konzentrieren sich die Gespräche auf diese Reformideen, während Vertreter der Länder und des Bundes die Vorschläge prüfen; Daten aus Marktanalysen deuten darauf hin, dass eine Anpassung der Abgabenstruktur und der Einsatzgrenzen den legalen Anbietern helfen könnte, mit illegalen Konkurrenten zu konkurrieren, und Behörden arbeiten an Konzepten für eine effektivere Überwachung.
Ein Bericht der OECD zu Regulierungsfragen in Europa liefert vergleichende Einblicke, und eine weitere Analyse vom kanadischen Gesundheitsministerium zu vergleichbaren Märkten unterstreicht die Relevanz ausgewogener Ansätze, die der Vorschlag aufgreift.
Fazit
Der Reformvorschlag des Wirtschaftsrats eröffnet neue Perspektiven für die Überarbeitung des GlüStV 2021, und bis Ende 2026 müssen die beteiligten Parteien entscheiden, wie die kritisierten Elemente angepasst werden können, um den Markt nachhaltig zu gestalten und illegale Angebote zurückzudrängen; die Debatte bleibt damit ein zentrales Thema der deutschen Glücksspielpolitik in den kommenden Monaten.